Hilfsprojekt Ukraine

Erwachsen zu werden, ist nicht leicht. Abgesehen von körperlichen Veränderungen wandeln sich auch die eigenen Interessen, das Denken und Fühlen. Das Bedürfnis, Dinge auszuprobieren und seine Grenzen zu testen nimmt zu – und geht teilweise sogar zu weit.

Für ukrainische Teenager in schwierigen Lebenssituationen, die Gefahr laufen, sich zu sehr von ihren Eltern abzuwenden und nicht davor scheuen, gefährliche Risiken einzugehen, ist das Präventationsprogramm „Step to Adulthood“ („Schritt ins Erwachsenenleben“) gedacht. Dabei nehmen 60 junge Menschen gemeinsam mit ihren Eltern an 16 dreistündigen Workshops zu verschiedenen Themen teil. In Gruppen erarbeiten die Teilnehmer Inhalte rund um Kommunikation und Gesundheit, z.B. Selbstreflexion, das Treffen von Entscheidungen, Konfliktlösungsstrategien, Drogenmissbrauch, HIV und Alkoholkonsum. Je nach Thema werden die Gruppen dabei unterschiedlich aufgeteilt, so gibt es beispielsweise ausschließlich Termine nur für Jungen und Mädchen, bzw. Mütter oder Väter.

Abgesehen von der Vermittlung eines gesunden Lebensstils ist das wichtigste Ziel dieser Workshops, den Jugendlichen neue Wege aufzuzeigen und sie so vor der Gefahr, sich in risikoreiche Situationen zu begeben, zu schützen. Außerdem sollen die Veranstaltungen – sowohl bei den Teenagern als auch den Eltern – zu einem besseren Verständnis für die eigenen und die Bedürfnisse des anderen beitragen und die Kommunikation untereinander fördern. Schließlich geht es um grundsätzliche Einstellungsänderung zu bestehende sozialen Problemen: Aus der negativen Haltung „Wir können die Situation nicht ändern“ soll sich dank der Workshops die positive Bereitschaft und Überzeugung entwickeln, dass man selbst dazu beitragen kann, Situationen zu verändern.